Nikotinvergiftung beim Hund

Im Alltag gibt es für Hunde viele Gefahren, speziell Vergiftungen können in einer Katastrophe enden und sind ein Alptraum jedes Hundebesitzers. Dabei führen nicht nur typische Gifte, sondern auch alltägliche Substanzen wie beispielsweise Nikotin aus Zigaretten zu einer Vergiftung.

Der Hund als Allesfresser

Es gibt Hunde, die wirklich alles fressen was sie finden können, egal was Herrchen und Frauchen dazu sagen. Beispielsweise Pferdeäpfel und tote Mäuse stehen oft auf dem Speiseplan. Doch manche dieser Hunde und hier speziell Welpen interessieren sich auch für andere Gegenstände wie beispielsweise Steine und fressen diese manchmal auch. Nicht nur bei solchen "Staubsaugern" auf vier Beinen, sondern auch bei gut erzogenen Hunden gehört eine gewisse Vorsicht im Zusammenhang mit gefährlichen Stoffen zur Pflicht des Besitzers. Es ist notwendig sich darüber zu informieren, welche alltäglichen Genuss- und Lebensmittel für Hunde eine Gefahr sind. Dazu gehört beispielsweise Nikotin.

Was genau ist Nikotin?

Nikotin ist ein natürlich vorkommender Transmitter des Nervensystems, welcher in dem Nachtschattengewächs Nicotiana tabacum enthalten ist. Der Pflanze dient das Nikotin als Schutz vor Fressfeinden, doch auch bei uns Menschen ist die Wirkung des Nikotins schon seit mehr als tausend Jahren beliebt. Tabakrauch stimuliert das zentrale Nervensystem, wobei man aufmerksamer und wacher wird, die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen an. Durch rauchen wird zudem das Belohnungszentrum aktiviert, was bei den meisten Rauchern auch Grund der Abhängigkeit ist. Die getrocknete Tabakpflanze enthält je nach Qualität 0.2-5% Nikotin. Neben Zigaretten ist Nikotin auch in Form von Kau- und Schnupftabak, als Kaugummi oder als Pflaster erhältlich. Auch e-Zigaretten geraten immer mehr in den Trend. Diese werden mit einer Nikotin-Lösung befüllt, welche in verschiedenen Aromen erhältlich ist.

In einer normalen Zigarette befindet sich zwischen 9 und 30 mg Nikotin. Zigarettenstummel enthalten noch etwa 5-7 mg. Die Menge ist nicht mit der beim Rauchen aufgenommenen gleichzusetzen, da viel Nikotin einfach verbrennt, anders jedoch, wenn man die Zigarette isst. Zigarren können bis zu 150 mg Nikotin enthalten und auch Nikotinpflaster enthalten einen deutlich höheren Nikotingehalt, da sie mehrere Zigaretten ersetzen sollen.

Wie wirkt sich Nikotin beim Hund aus?

Kein Mensch käme auf die Idee Zigarillos, Zigaretten oder ähnliches zu essen, doch leider können das unsere Hunde nicht wissen und vor allem aromatisierte oder auch feuchte Tabaksorten wie Molasse laden zum Fressen ein.

Schon bei 4 mg Nikotin, die durch das Fressen aufgenommen werden, können bei Hunden Symptome einer Nikotinvergiftung auftreten. Diese äußern sich durch eine Steigerung der Nervenaktivität, das heißt durch Muskelzittern, Erbrechen, Speicheln, Temperaturanstieg, Gangunsicherheit und Herzrhythmusstörungen bis zum Herz-Kreislauf-Versagen.

Was kann man tun, wenn der Hund einen Zigarettenstummel gefressen hat?

Die Antwort lautet: Ab zum Tierarzt! Wie bei anderen Vergiftungen gilt auch bei der Nikotinvergiftung je schneller desto besser. Mit der richtigen Behandlungsmethode hat Ihr Vierbeiner eine gute Chance wieder fit zu werden. Damit eine Nikotinvergiftung gar nicht erst passieren kann, ist es wichtig Tabakwaren und deren Abfälle außerhalb der Reichweite des Hundes aufzubewahren und auch unterwegs immer die Augen offen zu halten, damit rücksichtslos weggeworfene Zigarettenstummel nicht vom Hund aufgenommen werden.

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