Adieu, Malheur! So wird Ihr Welpe schnell stubenrein

Das ein oder andere Missgeschick gehört insbesondere in den ersten Wochen nach dem Einzug des Welpen zum Alltag. Wie lange es genau dauert, bis ein Welpe stubenrein ist, hängt unter anderem von seiner geistigen und körperlichen Entwicklung ab.

Eines vorweg: Bleiben Sie immer geduldig mit Ihrem Hund, er macht niemals aus böser Absicht ins Haus! Vielmehr kann er sein Verhalten noch nicht ausreichend kontrollieren oder versteht schlichtweg noch nicht, dass dieses Verhalten unerwünscht ist beziehungsweise welches alternative Verhalten erwünscht ist: Ein junger Hund muss zuerst einmal in der Lage sein seine Blase bewusst wahrzunehmen und zu kontrollieren. Das heißt: Anfangs kann der Welpe die Muskeln einfach noch nicht koordinieren. Weiterhin muss er verstehen, was genau von ihm verlangt wird: Er muss verknüpfen, dass eine Pippi-Pfütze innerhalb des Wohnraums unerwünscht ist und folglich das Welpen-Klo im Freien bevorzugt wird.

Hunde sind in der Regel sehr saubere Tiere und verschmutzen das eigene Zuhause nicht. Früher oder später lernt wohl jeder Vierbeiner, seine Hinterlassenschaften außerhalb des Hauses zu platzieren. Die Stubenreinheit beim Welpen kann allerdings mit einigen einfachen Maßnahmen und Tricks gefördert werden:

• Regelmäßig die Möglichkeit zum Lösen bieten

Wenn der Welpe merkt, dass die Blase drückt, ist es oft schon darum geschehen: Er löst sich in Sekundenschnelle genau dort, wo er gerade steht. Müssen Sie mehrere Stockwerke überwinden, sollten Sie sich also frühzeitig und eilig zur Pippi-Stelle aufmachen. Damit es gar nicht erst zu einer solchen Situation kommt, sollten Sie Ihrem kleinen Liebling immer ausreichend Chancen zum Toilettengang geben. Besonders in den ersten Tagen im neuen Zuhause sollten Sie sich mit Ihrem kleinen Racker deshalb etwa stündlich nach draußen auf die nächste, gewünschte Grünstelle begeben. Achten Sie darauf, wann Ihr Welpe sich üblicherweise lösen muss.

Wann "müssen" Welpen meistens?

Halten Sie sich insbesondere an diese "goldenen Toillettenregeln für Welpen" und gehen Sie vorsichtshalber immer mit Ihrem Welpen nach folgenden Aktivitäten zum Lösen hinaus:

·         Morgens direkt nach dem Aufstehen

·         Nach dem Fressen

·         Nach einem Nickerchen

·         Nach einem Spiel oder einer Trainingseinheit

·         Vor dem Weg ins Bett

In der Regel passiert ein Unglück genau dann, wenn diese grundsätzlichen Toilettengänge nicht eingehalten werden.

Immer daran denken: Bieten Sie Ihrem Welpen möglichst oft die Möglichkeit sich zu Lösen und verlangen Sie ihm nicht zu viel ab. Die Kleinen können ihre Geschäfte rein körperlich einfach nicht so lange halten. Sie sollten Ihren Welpen auch deshalb nicht allzu lang allein zuhause lassen.

• Typische Anzeichen beachten

Manchmal drückt die Welpenblase auch zwischendurch zu „unüblichenn“ Zeiten. Möglicherweise zeigt Ihr Welpe das an, indem er unruhig herumstreunt, nervös wirkt oder sich gar durch Winseln bemerkbar macht. Oft suchen Welpen auch sehr offensichtlich nach einem besonderen Fleck, an dem sie sich lösen können. Spaziert Ihr Welpe in Richtung Tür oder möchte offensichtlich hinaus, sollten Sie ihm die Chance bieten, sich zu erleichtern. Auch wenn Ihr Welpe an einen Platz zurückkehrt, auf dem er bereits schon einmal sein Geschäft verrichtet hat, sollten Sie vorsichtshalber reagieren. Besonders Teppiche, die noch den Uringeruch des Welpen vom letzten "Malheur" tragen, ziehen den Welpen wie magisch an.

Macht Ihr Welpe Anzeichen sich erleichtern zu wollen oder sucht eine Pippi-Stelle, nehmen Sie ihn hoch und bringen ihn in Windeseile nach draußen – setzen Sie ihn bestmöglich immer an dieselbe Stelle. Dort wird er seine letzte Duftmarke riechen und sich schneller lösen. Mit der Zeit werden Sie Ihren Hund immer besser zu deuten wissen und verstehen, wann es an der Zeit ist!

Junger Jack Russell Welpe schnüffelt an Teppich


• Eine Hundebox für die Nacht

Nachts ist es etwas schwieriger zu bemerken, ob der Welpe raus muss. Hier sind Hundeboxen hilfreich: Diese können mit einer gemütlichen Decke versehen und direkt neben das Bett gestellt werden. Der Welpe kann sich so nicht aus eigenen Stücken auf die heimliche Suche nach einem geeigneten Abort machen. Vielmehr lernt er so meist recht schnell, sich bei Ihnen bemerkbar zu machen, da er seinen Schlafplatz nicht besudeln möchte. Bestenfalls halten Sie nachts gleich alle benötigten Utensilien bereit, um schnell mit Ihrem Welpen nach draußen gehen zu können.

Noch ein praktischer Nebeneffekt: Ihr Welpe lernt schnell, es sich in seiner Hundebox gemütlich zu machen, vor allem, wenn Sie diese mit einer gemütlichen Decke oder ähnlichem einrichten. Die Box kann dann auch später noch als ruhiger Rückzugsort zuhause oder auch im Auto dienen - so gewöhnt sich Ihr Hund schon früh an die Box. Achten Sie auf die Wahl einer geeigneten Größe, die auch für den ausgewachsenen Hund noch ausreichend Platz bietet.

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• Was tun, wenn ein Malheur passiert? 

Bleiben Sie ruhig, wenn Ihrem Welpen ein Missgeschick passiert. Schimpfen sollten Sie nur, wenn Sie Ihren Welpen wirklich "in flagranti" erwischen. Seien Sie aber auch hier nicht zu streng mit ihrem kleinen Schatz -  denken Sie immer daran: Ihr Hund macht das nicht aus böser Absicht. Sind zu spät und entdecken nur das Pfützchen oder Häufchen am Boden, macht es ohnehin keinen Sinn, auch nur ein Wort darüber zu verlieren. Der Welpe kann die „böse Tat“ dann nicht mehr mit dem Tadel verknüpfen und würde nur unnötig verunsichert.

Beobachten Sie Ihren Welpen aus dem Augenwinkel. Macht er Andeutungen sich zu erleichtern, sagen Sie ein bestimmendes „Nein“. Nehmen Sie Ihren Vierbeiner vorsichtig hoch und tragen ihn unverzüglich an eine geeignete Stelle, an der er sein Geschäft verrichten darf. Dort loben Sie ihn dafür ausgiebig dafür, dass er sich hier löst.

Wichtig: Leider kursieren manchmal so einige unpassende Ratschläge umher. Drücken Sie beispielsweise niemals die Schnauze Ihres Welpen in die missglückte Pippi-Pfütze oder werden anderweitig rabiat. Ihr Liebling wird das zarte Vertrauen, das er zwischenzeitlich zu Ihnen aufgebaut hat, verlieren. Anstatt sich bei Ihnen zu melden, wird er lieber versuchen, Sie und den Ärger zu meiden und sich dafür Verstecke für sein Geschäft suchen, die Sie nicht so schnell auffinden.

Missglückte Pfützen oder Häufchen sollten gleich mit entsprechenden Mitteln gereinigt werden. Verdünntes Essigwasser kann hier beispielsweise gute Dienste leisten. Daneben gibt es verschiedene natürliche, kommerzielle Mittel und Sprays zur Geruchsneutralisierung. Wird der Geruch des Urins nicht beseitigt, wird der Welpe an dieser Stelle mit Vorliebe wieder sein Geschäft verrichten.

• Wirkt Wunder: Positive Bestärkung!

Loben Sie Ihren Welpen für jede kleine Heldentat, dann wird er schnell verstehen was erwünscht ist und motiviert sein, seinen Bedürfnissen nur im Freien ihren Lauf zu lassen. Ganz nebenbei stärkt ein solches Lob auch das Selbstbewusstsein und fördert eine positive Beziehung zu Ihnen.

Kleiner Tipp: Suchen Sie immer denselben Ort für das Geschäft mit Ihrem Welpen auf, wird er noch schneller lernen zu verstehen, was sie dort von ihm verlangen. 

Wenn Sie möchten, können Sie auch ein „Pippi-Kommando“ einführen. Damit kann nicht nur der Zeitpunkt etwas gesteuert werden, an dem sich Ihr Welpe lösen soll, sondern sogar zusätzlich der Ort. Suchen Sie das Örtchen auf, an dem Ihr Welpe pinkeln soll und führen Sie ihn dort etwas umher, bis er sich löst. Während er sich löst, sagen Sie Ihr Kommando (z.B. „Mach schnell“). Sie können das Kommando in diesem Fall auch häufiger erwähnen. Nachdem der Welpe gepinkelt hat, loben Sie ihn sofort ausgiebig und geben ihm ein schmackhaftes Leckerchen als Belohnung - Die hat er sich verdient!

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Wenn es mit der Stubenreinheit nicht so schnell klappt

Wird ihr Welpe trotz großer Bemühen sehr lange nicht stubenrein, können verschiedene Ursachen dahinter stecken. Manche Vierbeiner haben bei viel Aufregung einfach eine "schwache Blase". Sie haben bei übermäßiger Freude oder Angst ihren Schließmuskel noch nicht im Griff. Auch medizinische Belange können Schuld tragen an den ungewollten Pfützen, beispielsweise eine Blasenentzündung oder sogenannte ektopische Harnleiter (eine angeborene Fehlbildung). Ein Besuch beim Tierarzt kann sich lohnen, um solche Fälle auszuschließen.

Für die kommenden Wochen wünschen wir Ihnen viel Geduld beim gemeinsamen Üben der Stubenreinheit. Wir halten unsere Pfoten gedrückt, dass möglichst wenig Missgeschicke passieren. Bleiben Sie entspannt, die Zeit der Stubenreinheit kommt bestimmt ganz bald!

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