Ein Blick auf...Öle!
Fette, die sich bei Raumtemperatur verflüssigen, werden als „Öle“ bezeichnet. Ihr niedriger Schmelzpunkt hängt vorwiegend mit den darin enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen, die auch der Gesundheit unserer Fellnasen ganzheitlich zugute kommen!
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Fette sind neben Kohlenhydraten und Proteinen eine der drei möglichen Energiequellen für unsere Vierbeiner und gleichzeitig die stärkste: Im Vergleich liefern sie sogar mehr als doppelt so viel Energie! Bei der Nahrungsergänzung mit Öl sollte daher der Energiebedarf des Hundes nicht aus den Augen verloren werden: Ein Zuviel an Öl wird in „Energie-Depots“ im Fettgewebe aber auch in der Leber gespeichert, sodass der Hund nicht nur dick wird, sondern dies auch weitere gesundheitliche Probleme wie eine Leberverfettung zur Folge haben kann. Wird zu wenig Fett über die Nahrung zugeführt, weicht der Organismus zur Energiegewinnung auf Proteine aus. Diese werden zwar schneller verdaut als Fette, jedoch wird der Organismus durch ihre Verstoffwechslung deutlich stärker beansprucht. Eine anhaltende Mangelversorgung mit Fetten kann dabei unter anderem Hauterkrankungen oder allgemeine Stoffwechselstörungen zur Folge haben – Denn die in hochwertigem Öl enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren dienen der ganzheitlichen Gesundheit des Hundes und werden für verschiedenste Körperaufgaben benötigt, unter anderem zur Aufnahme fettlöslicher Vitamine oder dem Aufbau von Zellmembranen (zum Beispiel in der Haut).

Essentielle Fettsäuren im Öl

Einige dieser Fettsäuren sind für den Hund essentiell, das heißt, er kann diese nicht aus anderen Stoffen selbst synthetisieren, sondern muss sie über die Nahrung aufnehmen. Dazu zählen zum Beispiel Arachidonsäure, Linolsäure und Gamma-Linolensäure. Essentielle Fettsäuren werden in Omega-3- und -6-Fettsäuren unterschieden, die im Körper um bestimmte Stoffwechselwege konkurrieren können und in ausgewogenem Verhältnis im Futter enthalten sein sollten. Über Fleisch (ausgenommen Fisch) nimmt der Hund dabei in der Regel vermehrt Omega-6-Fettsäuren auf. Um dies auszugleichen werden in der Regel Öle ergänzt, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Dazu zählen insbesondere Fischöle wie Lachsöl aber auch hochwertige pflanzliche Öle wie Lein-, Hanf- oder Borretschöl.
Tipp: Die wertvollen ungesättigten Fettsäuren im Öl sind sehr hitze- und lichtempfindlich. Sie oxidieren schnell und werden so für den Körper unbrauchbar. Achten Sie daher auf kaltgepresste (auch „native“, „naturreine“) Öle für Ihren Hund, die ohne zusätzliche Hitzezufuhr gewonnen werden und bewahren Sie diese lichtgeschützt und dunkel auf (z.B. im Kühlschrank). Nach Anbruch sollten Öle in der Regel innerhalb von drei Monaten verbraucht werden.

Öle im Überblick:

  Energiespeicher des Organimus
✓ Wichtig für die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen (A,D,E und K)
✓ Dienen als  Geschmacksträger im Futter und erhöhen so die Akzeptanz
  Bestandteil der Zellmembranen
✓ Tragen zur Bildung von Hormonen bzw. hormonähnlicher Substanzen bei
✓ Lieferant essentieller Fettsäuren

Hochertige Öle für den Hund

Viele Öle eignen sich als hochwertige Nahrungsergänzung für den Hund. Entdecken Sie einige Ölsorten für den Hund, die reich sind an essentiellen Fettsäuren!

Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl wird eine besondere "Heilkraft" nachgesagt: Es weist einen sehr hohen Gehalt an Linol- und Gamma-Linolensäure auf (Omega-6-Fettsäuren), die unter anderem für Immunabwehr, Hautregeneration und Fellwachstum bedeutend sind. Auch äußerlich angewendet kann es dabei helfen Hautirritationen zu lindern.

Borretschöl

Borretschöl ist reich an Gamma-Linolensäure (GLA) und kann damit Entzündungen sowie Infekte oder Allergien im Körper positiv beeinflussen und ein gesundes Haut- und Fellbild unterstützen. Der hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren kann zudem ein gesundes Herz- und Kreislaufsystem sowie den Stoffwechsel und die Immunabwehr fördern. 

Fischöl

Fischöl - oft aus Lachs, Dorsch, Makrele oder Kabeljau - ist reich an Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen. Es wirkt positiv auf Haut und Fell und wird gerne als Nahrungsergänzung während des Fellwechsels genutzt. Es kann beispielsweise helfen Juckreiz, Schuppenbildung, Hautgeschwüre und kahle Stellen zu mildern. 

Hanföl

Hanföl trägt mit seinen wertvollen Fettsäuren zum Stoffwechsel des Hundes bei. So kann es unter anderem die Gelenke unterstützen und dort Entzündungsprozesse mildern, beispielsweise bei Arthrose. Hanföl wird gerne auch als Ergänzung bei der Barf-Fütterung eingesetzt. 

Leinöl

Leinöl kann ebenfalls das Fell- und Hautbild verbessern. Die enthaltenen essentiellen Fettsäuren fördern unter anderem einen gesunden Zellstoffwechsel und sollen sich sogar positiv auf Blutfluss, Blutwerte und Blutzuckerspiegel auswirken. 

Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl wird - innerlich wie äußerlich angewandt - eine Wirkung gegen Parasiten im Fell beziehungsweise Verdauungstrakt zugesprochen. Zudem wirkt es antiseptisch: Äußerlich unterstützt es bei kleineren Verletzungen oder Hautirritationen, innerlich das Immunsystem! 


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