Katze putzt sich das Fell

Warum putzen sich Katzen?

Katzen sind sehr reinliche Tiere und verbringen mehrere Stunden täglich damit ihr Fell zu reinigen. Schon als Baby lernen sie von ihrer Mutter, wie sie sich richtig putzen. Aber sind unsere Stubentiger einfach solche "Reinheitsfanatiker" oder steckt noch mehr hinter dem Putzfimmel? Wir verraten, was es mit der ausgiebigen Fellpflege bei Katzen auf sich hat.

Grund Nummer 1:

Der wohl häufigste Grund für die Fellpflege ist ganz simpel: Sie dient der Reinigung des Fells. Katzen besitzen dafür sogar eine spezielle Zunge: Diese ist mit kleinen, hornigen Häkchen besetzt, durch die sie beim Lecken Staub, Schmutz und lose Haare aus dem Fell entfernt.

Grund Nummer 2:

Das Putzen dient der Katze zusätzlich als eine Art Imprägnierung. Durch das ständige Lecken und Rupfen am Fell wird die Durchblutung der Haut angeregt. Dabei werden auch die Talgdrüsen in der Haut aktiv, wodurch eine leichte Fettschicht auf dem Fell verteilt wird. Diese hält den Pelzmantel unsere Lieblinge geschmeidig und wasserabweisend.

Grund Nummer 3:

Über den Speichel können Katzen außerdem ihre ganz eigene Duftnote auf das Fell auftragen, wodurch Artgenossen sie schon aus der Ferne riechen und erkennen.


Weitere Gründe für die Fellpflege:

Felllecken zur Temperaturregelung

Katzen besitzen nur sehr wenige Schweißdrüsenan Pfoten und Kinn, wodurch sie nur eine sehr begrenzte Möglichkeit haben, ihre Körpertemperatur durch Schwitzen zu regulieren. Bei hohen Temperaturen lecken unsere Lieblinge deshalb ausgiebig ihren ganzen Körper ab und verteilen möglichst viel Speichel über ihrem Fell. Die Feuchtigkeit des Speichels kann dann verdunsten und sorgt dabei für einen kühlenden Effekt. Da der Speichel erst hergestellt werden muss, ist es vor allem im Sommer und bei hohen Außentemperaturen wichtig, dass Katzen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Um die Katze bei sehr heißen Temperaturen zu unterstützen, können Sie sie mit leicht feuchten Händen streicheln. Das Wasser kann auf dem Fell verdunsten und kühlt Ihren Liebling.

Langeweile oder stressbedingtes Putzen

Katzen putzen sich auch manchmal aus Verlegenheit oder Langeweile. Kann eine Katze beispielweise eine Situation nicht einschätzen, kann es sein, dass sie einfach anfängt sich zu putzen. Auch ein vorbeifliegender Vogel oder eine Maus auf der anderen Seite der Fensterscheibe kann diese Reaktion auslösen. Putzen wird hier als Ersatzhandlung verwendet, um Anspannung abzubauen. Durch das Lecken wird die Durchblutung angeregt und Anspannung verringert. Verfällt eine Katze in einen regelrechten Putzwahn kann dies ein Anzeichen für Stress sein, den sie durch das Putzen versucht abzubauen. Vermuten Sie starken Stress bei Ihrem Tier, ziehen Sie zunächst Ihren Tierarzt zu Rate. Gegebenenfalls kann auch ein ausgebildeter Tierpsychologe mit Tipps zur Stresslinderung helfen.

Katze Fellputzen

Weitere Fakten zur Fellpflege der Katze

Katze putzt sich nach dem Streicheln

Oft ist zu beobachten, dass sich Katzen nach dem Streicheln gründlich die berührte Stelle an ihrem Fell lecken. Forscher sind sich über den Grund hierfür noch uneinig: Einige behaupten, die Katze möchte damit den menschlichen Geruch schnell wieder loswerden und ihren eigenen Geruch zurückerlangen. Andere behaupten wiederum, dass unsere Samtpfoten damit den Geruch ihres Besitzers sogar noch intensiver aufnehmen möchten.

Warum putzen sich Katzen manchmal gegenseitig?

In den ersten Lebenswochen werden Katzenbabies von ihren Katzenmüttern geleckt. Katzen verbinden das Putzen oder geputzt werden dadurch mit einem Wohl- und Geborgenheitsgefühl. Gelegentlich putzen unsere Samtpfoten nicht nur ihr eigenes Fell, sondern lecken auch das ihrer Artgenossen ab. Gegenseitiges Putzen unter Katzen gehört zu ihrem Sozialverhalten und gilt als "Liebesbeweis". Wenn sich eine Katze das Fell leckt oder von einer anderen Katze geputzt wird, wirkt sich das entspannend und beruhigend auf sie aus.

Katzen putzen sich gegenseitig das Fell

Warum putzen Katzen Menschen?

Was bedeutet es aber, wenn unsere Katze uns ableckt? Auch wir Menschen dürfen das als positives Zeichen deuten, denn normalerweise drücken Katzen so ihre Zuneigung und Liebe zu ihrem Menschen aus. Ein anderer Grund für das Lecken könnte in manchen Fällen auch der Geruch oder Geschmack der Haut sein. Viele Katzen mögen zum Beispiel den salzigen Geschmack von Schweiß auf der Haut. Auch fettige Bodylotion wird gerne von unseren Stubentigern abgeleckt. Das Lecken kann aber auch bedeuten „Ab jetzt gehörst du mir!“: Manchmal versuchen unsere Samtpfoten uns durch ablecken zu markieren. Durch das Ablecken hinterlassen sie ihre Geruchspartikel auf unserer Haut. Katzen verändern auf diese Weise auch gerne den Geruch ihrer Umgebung und gestalten ihn angenehm für sich.

Katzen bürsten

Katzen bürsten? Wenn ja, wie oft?

Normal kommen Katzen mit ihrer Fellpflege sehr gut allein zurecht. Alte oder dicke Katzen die mit ihrer Zunge nicht mehr überall hinkommen sollten jedoch bei der Fellpflege unterstützt werden. Auch Katzen im Fellwechsel oder Langhaarkatzen können zudem die Unterstützung durch Bürsten gut gebrauchen. Tägliches Bürsten unterstützt den Fellwechsel, entfernt lose Haare und Schmutz vom Fell und beugt bei langhaarigen Katzen schmerzhaften Verfilzungen vor. Zusätzlich wird die Durchblutung der Haut angeregt. Viele Katzen genießen außerdem den Massage-Effekt durch das Bürsten sehr, sodass Sie Ihren Liebling damit verwöhnen können. Damit Katzen das Bürsten so positiv empfinden, sollten sie bereits früh an das Bürsten gewöhnt werden, möglichst schon im jungen Alter.


Katzenfutter für ein gesundes Fell

Eine ausgewogene und vollständige Ernährung hat auch Einfluss auf ein gesundes, glänzendes Fell. Denn für den Fellaufbau und insbesondere während dem Fellwechsel, ist der Körper der Katze auf die Zufuhr bestimmter Nährstoffe angewiesen, etwa essentielle Fettsäuren. Ein ausgewogenes Katzenfutter aus hochwertigen Zutaten kann unter anderem die Haut- und Fellgesundheit der Katze unterstützen.

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